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26.08.2003
Rechte beschmieren Schule, Bundesstraße und Freiflächen - Meterlange Parolen in und um Usedom - Plakatierer geschnappt

Insel Usedom (ure). Die rechte Szene greift zu immer drastischeren Mitteln, um ihre Propaganda auf der Insel öffentlich zu machen: Wie Usedoms Bürgermeisterin Anette Zeng (parteilos) gestern Informationen unserer Zeitung bestätigte, haben unbekannte Täter in mehreren Metern breiten und hohen weißen Blockbuchstaben Schmähschriften im Zusammenhang mit der Peenemünder Wehrmachtsausstellung auf Flächen in der Inselstadt geschmiert. Betroffen sind sowohl die Usedomer Schule als auch die Eingangsbereiche beider Supermärkte. Die Schriften dort waren über das gesamte Wochenende zu lesen, obwohl sich Mitarbeiter des einen Supermarktes nach Aussage der Filialleitung schon am Freitag stundenlang bemüht hatten, sie zu beseitigen. Da es sich aber um eine Spezialfarbe handelt, muss nun größerer technischer Aufwand betrieben werden, um sie zu entfernen. In der Schule hingegen sei die Schmiererei vorerst übermalt worden, so Zeng.

Auch im Bereich des Amtes "Am Schmollensee" seien verstärkt Plakatierungen rechtsextremer Kreise zu beobachten, berichtete gestern die Behörde. Schon während der vergangenen Tage waren darüber hinaus auf die Bundesstraße 110 kurz hinter dem Abzweig Lieper Winkel quer über die Trasse metergroße weiße Parolen gemalt worden. Auch das Straßenbauamt benötigte mehrere Tage, um die Schrift zu beseitigen.

Laut Zeng sind mittlerweile zwei Plakatierer aus Stolpe und Usedom geschnappt worden, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit einem drohenden Bußgeld sei eingeleitet. Die Polizei sei gebeten, verstärkt Streife zu fahren.

Nordkurier-Usedom

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