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23.08.2003
Zentrales Asylheim geplant - Neue Unterkunft in Malchow dafür vorgesehen - Ausländer sollen an Stadtrand ziehen


Von unserem Redaktionsmitglied Lea Mock

Malchow. Für die 65 Asylbewerber im Heim von Malchow heißt es im kommenden Frühjahr: Koffer packen. Sie sollen innerhalb der Stadt in eine neue Unterkunft umziehen.

Die alte Baracke in der Bahnhofstraße wird aufgegeben. Die Ausländer werden künftig am Stadtrand nahe der Thälmann-Siedlung wohnen.

"Die Lebensbedingungen der Asylbewerber sollen verbessert werden", begründete Kreissprecherin Bettina Paetsch den Umzug. Die derzeitige Unterkunft entspreche nicht mehr dem Standard. "Es wird allerhöchste Zeit, dass sich in Malchow etwas ändert. Die Bedingungen sind dort wirklich sehr schlecht", meinte die Sprecherin.

Die Baracke sei von vornherein nur als Übergangslösung gedacht gewesen. Künftig soll den Asylbewerbern mehr Wohnfläche zur Verfügung stehen, separate Gemeinschaftsräume sowie moderne Sanitäreinrichtungen und Küchen eingerichtet werden.

Zu diesem Zweck soll das ehemaligen DRK-Altenheim in der Karower Chaussee umgebaut werden. Die Immobilie gehört dem Landkreis. Die für die Sanierung benötigten 300 000 Euro kommen vom Land. "Der Kreis bearbeitet derzeit die Baugenehmigungen", informierte Bettina Paetsch. Sowohl der Standort als auch der Umbau seien mit dem Innenministerium und dem Landesamt für Asylbewerberangelegenheiten abgestimmt. Träger bleibe der Landkreis.

Angebot von 130 Plätzen

130 Plätze werden nach dem Umbau im Malchower Heim angeboten. "Es ist beabsichtigt, langfristig nur noch eine zentrale Unterkunft für alle Asylbewerber anzubieten. Und die soll dann in Malchow sein", berichtete die Kreissprecherin.

Derzeit leben 180 Asylbewerber im Kreis. Davon wohnen 150 im Warener und 65 im Malchower Heim. 65 Ausländer leben dezentral in Wohnungen. Die Stadt Malchow steht dem Umzug des Asylbewerberheims neutral gegenüber. "Sicher hätten wir das Heim lieber näher in der Stadt gehabt", gab Kämmerin Heike Hellmann zu. So wäre eine bessere Integration der Ausländer möglich. "Doch letztlich liegt die Entscheidung beim Kreis, da haben wir keinen Einfluss", meinte Hellmann. Bisher habe es mit den Menschen aus aller Herren Länder keinen Ärger gegeben.

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