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15.08.2003
Streit um Lesung aus Hitler-Buch

Rostock (dpa) SPD-Landtagsabgeordneter Mathias Bordkorb ist mit seiner Forderung nach einer Freigabe von Hitlers Buch "Mein Kampf" auf Kritik gestoßen. Das Verbreitungsverbot für das Machwerk bestehe in Deutschland nicht ohne Grund, sagte gestern CDU-Rechtspolitiker Michael Ankermann. Brodkorb will bei einem Jugendfestivals am 23. August in Prora auf Rügen aus "Mein Kampf" vorlesen und dann mit Jugendlichen diskutieren.

Der 26-jährige Sozialdemokrat begründete sein Vorhaben damit, dass eine offene Auseinandersetzung mit dem Machwerk der Demokratie mehr helfe als Ge- heimniskrämerei. "Wir haben kräftige Bauchschmerzen gehabt", sagte Claus Wergin, Projektgruppenleiter des Festivals "Prora03". Die Lesung sei von den Veranstaltern nicht untersagt worden, weil keine nationalsozialistische Verherrlichung, keine Verstöße gegen das Menschenrecht oder die Menschenwürde festgestellt worden seien. Zum Festival "Prora03" werden von 22. bis 24. August rund 15 000 Jugendliche erwartet.

Ostseezeitung

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