|
31.07.2003
Großes Kulturfest steigt am Sonnabend in Peenemünde - Wehrmachtsausstellung zählte bisher schon über 5000 Besucher
Peenemünde (OZ) Seit dem die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944" im Peenemünder Museum eröffnet wurde, zählten die Veranstalter bereits über 5000 Besucher. Das bestätige das große Interesse für die Ausstellungsinhalte und den Ausstellungsort, hieß es gestern aus dem Museum.
Weil im Vorfeld der Ausstellung rechte Organisationen dagegen Kundgebungen angekündigt hatten, war sich die Region schnell einig, dagegen ein deutliches Zeichen zu setzen. Unter dem Motto "Erinnern statt Verdrängen - Usedom sagt JA zur Wehrmachtsausstellung" entstand ein breites Bündnis für die Ausstellung in Peenemünde. Zahlreiche Veranstaltungen wurden seither unter dieses Motto gestellt.
So auch am kommenden Sonnabend auf dem Museumsgelände in Peenemünde. Neben dem Bündnis lädt das Historisch-Technische Informationszentrum Peenemünde alle Einwohner und Gäste, die ihre demokratische Gesinnung zum Ausdruck bringen wollen, zu einem ganztägigen Kulturfest ein. Man will, wie es heißt, damit "ein Zeichen für die Ausstellung und gegen die Thesen der Ewiggestrigen setzen", da an diesem Tag eine Demonstration von rechten Organisationen stattfindet. Unterstützt wird das Kulturfest u. a. vom Landkreis Ostvorpommern, mehreren Greifswalder Einrichtungen, der Zinnowitzer Theaterakademie, dem Bündnis "Bunt statt Braun" und dem CJD. Erwartet wird u.a. auch der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Tilo Braune, und der Justizminister des Landes, Erwin Sellering (beide SPD).
Ostseezeitung-Wolgast
|