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04.09.2002
Nachgefragt! bei Gisela Ohlemacher: Wo landen die Tauben vom Friedensfest?

Neubrandenburg. Als überwältigenden Erfolg haben die Organisatoren des Friedensfestes, ein Buntes Bündnis mit dem DGB an der Spitze, das Basteln von Friedenstauben bezeichnet. Die Aktion war am Weltfriedenstag zu Ende gegangen.Unser Redaktionsmitglied Marlis Guth sprach darüber mit der Kreisvorsitzenden des Gewerkschaftsbundes, Gisela Ohlemacher.
Wo sind die 7731 Tauben nach dem Fest gelandet?
Einen Teil haben sich Organisatoren mitgenommen, wie das Soziokulturelle Bildungszentrum, das sein Quasselcafé damit dekorieren will. Im Gewerkschaftshaus haben wir das Treppenhaus mit Tauben geschmückt. Eine besonders schöne, dicke Taube vom Mosaik-Verein sitzt jetzt in meinem Büro. Und Clown Dago bekam einige für sein Vereinszimmer.
Da bleiben doch welche übrig?
Natürlich. Wir hatten sogar schon die Idee, Tauben für einen guten Zweck zu verkaufen, den Einfall dann aber wieder verworfen. Die meisten Tauben werden im Friedländer Asylbewerberheim verwandt, wo es in einigen Tagen ein Fest gibt mit der "Karawane", einer Gruppe Ausländer, die durchs Land tourt, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.
Wie haben Sie die Gewinner im Bastel-Wettstreit gekürt?
Es ist uns nicht leicht gefallen, zwischen den vielen fleißigen Bastlern zu entscheiden. Letztlich haben wir die Zahl der Tauben ins Verhältnis zur Zahl der Beteiligten gesetzt. So erzielte die Bundjugend gefolgt vom Kinderland das beste Ergebnis. Den dritten Preis teilen sich Mosaik und die Kita "Haus Sonnenschein", die mit sage und schreibe 1941 Tauben dabei war.
Wann gibts die Preise?
Morgen werden sie überreicht. Das Musiktheater Alter Schlachthof hatte 500 Euro für den ersten, 300 Euro für den zweiten sowie 200 Euro für den dritten Rang spendiert.

Nordkurier-Altentreptow

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