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Gegendemonstranten verhindern rechte Kundgebung
26.09.2010
Schwerin (epd). Etwa 300 Menschen haben am Sonnabend in Schwerin gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD protestiert. Dazu aufgerufen hatten das "Bürgerbündnis für Demokratie und Menschenrechte" und das überparteiliche landesweite Bündnis "WIR. Erfolg braucht Vielfalt". Nach einem Friedensgebet in der Paulskirche am Vormittag versammelten sich die Demonstranten zu einer Kundgebung auf dem Platz der Freiheit. Unter den Teilnehmern war auch Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Die Linke). Eine im Anschluss geplante Demonstration durch die Stadt sagten die Veranstalter kurzfristig ab, weil sie laut einer Auflage der Kommune nur 1.000 Meter hinter dem NPD-Aufzug hätte stattfinden dürfen. Stattdessen besetzten die Gegendemonstranten den Platz der Freiheit, auf dem die Rechtsextremen ihre Abschlusskundgebung abhalten wollten. "Wir fühlen uns politisch einfach vorgeführt", das Demonstrationsrecht nicht nach eigenen Vorstellungen wahrnehmen zu dürfen, sagte der Koordinator des Bürgerbündnis, Heiko Lietz, zur Begründung. Es sei "politisch nicht tragbar und unwürdig", hinter der NPD herzulaufen. Der vom NPD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern angemeldete Aufmarsch unter dem Motto "Todesstrafe für Kinderschänder - Volksabstimmung jetzt!" umfasste nach Polizeiangaben etwa 350 Teilnehmer. Wegen der Blockade des Platz der Freiheit durch die Gegendemonstranten wurde der Zug von der Polizei umgeleitet. Am frühen Abend lösten sich beide Veranstaltungen friedlich auf. Umrahmt wurden die Proteste gegen die Neonazis am Südufer des Pfaffenteiches mit Mitmachaktionen, Info-Ständen und Spielen für Kinder.
Nordkurier
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