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24.07.2003
Anklam stellt rechte Demo unter Auflagen

Anklam (OZ/dpa) Der Landkreis Ostvorpommern hat eine für Samstag geplante Demonstration der rechten Szene gegen die Wehrmachtsausstellung in Peenemünde unter Auflagen gestellt. Bei dem Aufmarsch in Wolgast dürfen die Teilnehmer demnach keine militärische Kleidung tragen. Auch Springerstiefel sind untersagt, wie Landkreis-Sprecher Christoph Krohn sagte. Angemeldet ist die Demonstration mit rund 100 Teilnehmern.

Unter dem Motto "Erinnern statt Verdrängen" ruft die Stadt Wolgast am Samstag parallel zu der Demo zu einem bunten Fest der Kulturen auf. Die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" des Hamburger Instituts für Sozialforschung wird heute in Peenemünde eröffnet.

Ostseezeitung

24.07.2003
Kreis erteilt Rechten Auflagen - Wolgast: Bundesstraße muss voraussichtlich gesperrt werden

Ostvorpommern (ure). Rechtsradikale, die in Wolgast gegen die heute startende Wehrmachtsausstellung in Peenemünde demonstrieren wollen, bescheren den ohnehin staugeplagten Urlaubern und Einheimischen am kommenden Sonnabend zusätzlichen Stress: Da die Route des Aufmarsches auch über die Bundesstraße 111 führt, ist mit einer Sperrung der stark frequentierten Strecke zu rechnen, sagte gestern auf Nachfrage des UsedomKurier der Leiter des Polizeirevieres Wolgast, Frank Möller. Der Verkehr kommt demnach vermutlich zwischen 12.15 Uhr und 12.30 zum Erliegen. Die Bundesstraße soll auf Höhe der Thälmannstraße passiert werden. Möller sicherte zu, auf eine schnelle Querung zu dringen.

Uniformen verboten "Verkehrsrechtliche Auflagen" hat unterdessen auch der Kreis erlassen, der gestern an die Veranstalter der Demonstration den entsprechenden Bescheid gehen ließ. Kreis-Sprecher Christoph Krohn wollte zur Route aus Sicherheitsgründen keine genaueren Angaben machen, gab aber an, dass der Zug in der Zeit von 12 bis 18 Uhr am Hauptbahnhof starten und in der Theodor-Neubauer-Straße enden solle.

Weitere Auflagen sind laut Krohn das Verbot von Uniformen oder uniformähnlichen Kleidungsstücken, das Verbot des Marschierens im Block, in Reihen oder Gruppen, das von alkoholischen Getränken und selbstverständlich das Verbot von Waffen. Ordner müssten überdies an der Zahl von 25 gestellt werden. Angemeldet sind rund 100 Demonstranten, ließ Krohn wissen.

Nordkurier-Anklam

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