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Post an Abgeordnete frei Haus
08.09.2010
Ferdinandshof (wil). Der Brief aus der Ueckermünder Forensik mit brisanten persönlichen Daten zu einem nach Ferdinandshof (Uecker-Randow) entlassenen Missbrauchs-täter sind wohl auf legalem Weg im NPD-Büro von Tino Müller gelandet. Schreiben an Abgeordnete durchlaufen nicht die Postkontrolle, erklärte gestern Jörg Reismann, Referatsleiter im Justizministerium. Zudem würden Patienten mit Lockerungen die Möglichkeit haben, Briefe außerhalb des Maßregelvollzugs einzuwerfen.
Ein Forensik-Patient hatte Müller davon unterrichtet, dass ein Sexualstraftäter entlassen werde und den Namen sowie dessen Automarke genannt. Auch wenn der Forensik-Patient als geheilt entlassen wurde und bislang nicht wieder aufgefallen ist, nutzt die NPD den Fall, um für ihre Forderung "Todesstrafe für Kinderschänder" Stimmung zu machen. Für Sonnabend wurde zu einer Demo in Ferdinandshof aufgerufen. Reismann befürchtet, dass diese Hetzjagd bei dem Betroffenen wieder "vieles kaputt machen kann".
Nordkurier
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