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Frauen in rechtsextremer Szene
06.09.2010
von zvs
GÜSTROW - Rechtsextremes, fremdenfeindliches und antisemitisches Gedankengut wird zumeist mit Männern in Verbindung gebracht. Frauen machen bislang nur einen kleinen Teil im rechtsextremen Spektrum aus. Dennoch nimmt in der scheinbar männerdominierten Szene die Zahl der weiblichen Mitglieder deutlich zu. "Frauen und Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern" ist deshalb am Sonnabend, 25. September, das Thema im Bürgerhaus in Güstrow. Konkret steht die Rolle von weiblichen Akteurinnen in den Strukturen und Strategien rechtsextremer Organisationen im Mittelpunkt. Dazu laden das Evangelische Frauenwerk im Land und das Regionalzentrum für demokratische Kultur Bad Doberan, Güstrow, Rostock in Zusammenarbeit mit dem Projekt "Lola für Ludwigslust" ein.
Zum Einstieg des Tages gibt die Gleichstellungsbeauftragte Elke Quandt (Wolgast) einen Überblick zum Thema "Frauen im Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern" und wird dabei exemplarisch die Situation in Ostvorpommern darstellen, so Sibylle Gundert-Hock vom Frauenwerk. Anschließend können sich die Gäste aktiv in Arbeitsgruppen mit verschieden Schwerpunkten auseinandersetzen. Themen wie beispielsweise "Frauenspezifisches Engagement gegen Rechtsextremismus vor Ort" oder die Fragestellung "Was können Eltern tun?" sollen auffordern, nachzudenken und zu diskutieren.
Im Umfeld von Kitas und Schulen in MV aktiv
"Darüber hinaus werden wir ,Handwerkszeug' im Umgang mit rechtsextremen Akteuren kennenlernen und auf diese Weise unser Sprach- und Demokratiefähigkeit stärken", schildert Elisabeth Siebert vom Regionalzentrum. Und ihre Kollegin Heike Habeck ergänzt: "Frauen werden von der rechtsextremen Szene gezielt als Sympathieträger und in ihrer Rolle als Erzieherinnen für die eigenen Kinder aber ebenso darüber hinaus genutzt." So seien diese im Umfeld von Kitas und Schulen in MV aktiv, beispielsweise als Elternvertreter oder in Fördervereinen. Siebert: "Wenn solch ein Fall öffentlich wird, fallen demokratisch gesinnte Eltern oft in eine Art ,Schockstarre'. Diese zu überwinden und zu ermutigen, etwas dagegen zu tun, ist ein Ziel der Veranstaltung in Güstrow."
Interessierte können sich bis zum 17. September unter Telefon 0 38 31/38 37 62 beim Evangelischen Frauenwerk für die Veranstaltung in Güstrow anmelden. Der Thementag im Bürgerhaus beginnt um 10 Uhr und endet gegen 16 Uhr.
Schweriner Volkszeitung-Güstrow
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