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23.07.2003
"Freier Himmel" trägt Verteidigungsminister Mitgliedschaft an - Offener Brief anlässlich des 20. Juli
Von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Nieswandt
Mirow. Die Aktionsgemeinschaft "Freier Himmel" hat Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) in einem Offenen Brief die Mitgliedschaft in ihren Reihen angetragen und als Anhang gleich einen entsprechenden Antrag mitgeschickt. Als Anlass zum Verfassen dieses Briefes nahm Gerhard Schneider, 2. Sprecher der Aktionsgemeinschaft, die Reden von Peter Struck zum Gelöbnis der Bundeswehrrekruten an der Gedenkstätte in Berlin-Plötzensee am 20. Juli.
"Ausgehend von Ihrem Bekenntnis zu den Widerstandskämpfern des 20. Juli 1944 würden wir uns freuen, wenn Sie sich unserem Widerstand gegen den Luft-/Boden-Schießplatz anschließen", heißt es im Offenen Brief. Gerhard Schneider bezieht sich unter anderem auf folgende Stelle aus den Reden von Struck: "Selbstbewusst treten heute alte wie junge Mitbürgerinnen und Mitbürger für ihre Rechte ein und nehmen ihre Pflichten wahr."
Im Offenen Brief fordert der "Freie Himmel" den Verteidigungsminister auf, der EU-Umweltkommission mitzuteilen, dass sie fehlerhafte Informationen zum geplanten Fluggeschehen im Zusammenhang mit dem Bombodrom erhalten habe. Die Beschwerde der Aktionsgemeinschaft gegen den Schießplatz sei von der EU-Kommis- sion zurückgewiesen worden. Und zwar mit dem Hinweis darauf, dass die Bundesregierung mitgeteilt hätte, dass nur 161 Einsätze pro Jahr geflogen würden. Dagegen sei hier die Rede von 1700 Einsätzen gewesen, als Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums über den Schießplatz informierten.
Dem Nordkurier gegenüber wies Gerhard Schneider darauf hin, dass Einwohner der Region, die mit dem aktuellen Übungsfluggeschehen der Luftwaffe über der Region Probleme haben - "In den vergangenen Tagen war es in Mirow und Umgebung ziemlich heftig", berichtete er -, dies auch am Bürgertelefon des Verteidigungsministerium, Rufnummer (08 00) 8 62 07 30, mitzuteilen.
Nordkurier-Neustrelitz
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