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22.07.2003
Demokratiefeindliche Attacken - Vor dem Fest der Kulturen wurden etwa 100 Plakate zerstört
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Drei engagierte Jugendliche beim Anbringen der Plakate. Kurz darauf war die Arbeit der jungen Leute aber wieder zunichte gemacht. |
Wolgast (OZ) Bei Nacht und Nebel haben Unbekannte am zurückliegenden Wochenende mehr als 100 Plakate für das bevorstehende Fest der Kulturen demokratischer Kräfte zerstört. Die rot-grünen Poster waren am Freitagnachmittag in einer vierstündigen ehrenamtlichen Aktion von Mitgliedern des Wolgaster Jugendparlamentes und der Jugendgruppe bei der PDS stadtweit aufgehängt worden. Schon wenige Stunden später waren sie allerdings herunter gerissen und demoliert, zum Teil gestohlen oder - wie an der Bahnhofstraße - mit schwarzer Farbe besprüht und unkenntlich gemacht. Die Stadtverwaltung hat gestern, so bestätigte Bürgermeister Jürgen Kanehl, bei der Polizei Anzeige wegen Sachbeschädigung und Diebstahls erstattet.
Wie Stadtvertreter Lars Bergemann gestern berichtete, seien die Jugendlichen schon beim Anbringen der Plakate am Freitag intensiv beobachtet worden, so dass für ihn klar ist, aus welcher politischen Ecke die demokratiefeindliche Attacke gekommen ist.
Die Stadtverwaltung werde nun nach den Worten des Bürgermeisters die Plakate erneuern und habe mit dem örtlichen Polizeirevier eine Verabredung über die zusätzliche Bestreifung verschiedener Straßen getroffen. Dennoch bittet Jürgen Kanehl Augenzeugen, die evtl. wichtige Aussagen zu den Zerstörungen vom Wochenende machen können, sich vertraulich an das Wolgaster Polizeirevier zu wenden (Tel.: 25 20). Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zwischenzeitlich aufgenommen.
Ostseezeitung-Wolgast
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22.07.2003
Wolgast erstattet Anzeige wegen zerstörter Plakate - Ankündigungen des Präventionsrates für Fest der Kulturen von unbekannten Tätern zerissen oder gestohlen
Wolgast/Insel Usedom (uq/ure). Die Stadt Wolgast hat gestern offiziell Anzeige wegen Diebstahls und Sachbeschädigung gestellt, nachdem Unbekannte am Wochenende das Gros der Ankündigungsplakate für das Fest der Kulturen am kommenden Sonnabend beschmiert, zerrissen oder entwendet haben.
Schätzungsweise vier Fünftel der vom Wolgaster Präventionsrat finanzierten Plakate seien entweder unbrauchbar gemacht worden oder ganz verschwunden, hieß es gestern auf Nachfrage des Nordkurier.
Die Täter sind ganz offensichtlich in der einheimischen rechten Szene zu suchen, denn zur gleichen Zeit wurden im Schutz der Dunkelheit an Litfaßsäulen und Elektrokästen Plakate geklebt, auf denen die am Donnerstag beginnende Wehrmachtsausstellung in Peenemünde diffamiert wird. Da es sich dabei um eine illegale Aktion handelte - eine Genehmigung dafür lag nicht vor und war auch gar nicht beantragt worden -, wurde der Bauhof mit der Entsorgung besagter Poster beauftragt. Die Kosten dafür sollen demjenigen in Rechnung gestellt werden, der dafür die inhaltliche Verantwortung im Sinne des Presserechtes übernommen hat. Dabei handelt es sich nach Informationen des Usedom-Kurier um einen bekannten Aktivisten der rechten Szene in den Kaiserbädern; dort sind übrigens am Wochenende ebenfalls Aufkleber in erheblicher Stückzahl verbreitet worden.
Keinen Zusammenhang sieht die Polizei indes zu "frischen" Graffiti-Schmierereien, die in den vergangenen Tagen an etlichen Gebäuden im Stadtgebiet von Wolgast aufgetaucht sind. Nach Angaben von Revierleiter Frank Möller hat die Polizei für diese Tat auch bereits einen ziemlich konkreten Hinweis, der gegenwärtig geprüft wird.
Zugleich werden eventuelle Zeugen der Plakatbeschädigungen gebeten, ihre Beobachtungen der Wolgaster Polizei, 03836/2520, oder im Rathaus, 251131, mitzuteilen. Die Angaben werden auf Wunsch auch vertraulich behandelt, hieß es.
Selbstverständlich werden die Ankündigungsplakate für das Fest der Kulturen, zu dem der Wolgaster Präventionsrat am kommenden Sonnabend von 10 bis 18 Uhr auf den Rathausplatz einlädt, jetzt so schnell wie möglich ersetzt. Die Polizei sagte ihrerseits zu, diese Bereiche in ihren Streifenplänen besonders zu berücksichtigen.
Nordkurier-Anklam
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