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22.07.2003
Rechte Aufkleber in Haffstadt - Polizei ohne Handhabe

Ueckermünde (wil). Die rechtsgesinnte "Pommersche Aktionsfront" verfügt offensichtlich über eine recht gut gefüllte Kriegskasse. Nachdem die Organisation erst vor kurzem an Schulen des Uecker-Randow-Kreises Propagandamaterial verteilt hatte (Nordkurier berichtete), tauchten gestern im Stadtgebiet von Ueckermünde verschiedene Aufkleber und Plakate auf, berichtete Landtagsabgeordneter Gerd Walther (PDS). Die Aktionsfront hat insbesondere Schüler dazu aufgerufen, die am Donnerstag in Peenemünde beginnende Wehrmachtsausstellung zu boykottieren. "Auf den Aufklebern wird die Geschichte abenteuerlich verdreht", so Walther. Er rief die Jugendlichen ausdrücklich dazu auf, die Ausstellung, die über die Verbrechen der deutschen Wehrmacht im zweiten Weltkrieg aufklärt, zu besichtigen.

Axel Falkenberg, Sprecher der Polizeidirektion, sagte, dass es Anzeichen gebe, dass die Aktionsfront "mobil macht". Die Gruppe will am kommenden Sonnabend in Wolgast auch gegen die Wehrmachtsausstellung demonstrieren. Die Hintermänner seien der Polizei bekannt. Strafrechtlich sei die Aktionsfront allerdings nicht greifbar. "Da hilft nur, ab in den Müll mit den Papieren", stellte Falkenberg klar.

In der Nacht zum Montag sind Mitglieder der rechten Szene durch Pöbeleien auch am Ueckermünder Strand aufgefallen. Höchstwahrscheinlich handelte es sich dabei auch um Leute der "Aktionsfront".

Nordkurier-Ueckermünde

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