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19.07.2003
Das Leben in Deutschland besser meistern - DRK-Kreisverband eröffnet in Pasewalks Oststadt Beratungsstelle für Asylbewerber und Migranten
Von unserem Redaktionsmitglied Angela Stegemann
Pasewalk. Asylbewerber und Migranten haben ab sofort einen Ansprechpartner. In der Pasewalker Fröbelstraße 1 öffnete eine Beratungsstelle des Deutschen Rotes Kreuzes (DRK). Es ist landesweit die erste Einrichtung dieser Art. "Wir haben ein gemeinsames Kind auf den Weg gebracht", sagt Fritz Heinz, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, nicht ohne Stolz.
Mehrere Eltern
Mütter und Väter des Modellprojektes sind neben dem DRK der Bund, das Land, der Landkreis sowie die Bundesanstalt für Arbeit. Angesichts des letztgenannten Partners lobt der Geschäftsführer: "Das ist nicht immer üblich in der gegenwärtigen Situation". Ansprechpartner vor Ort sind Sigrid Jahnke und Kurt Minow. Den ausländischen Flüchtlingen soll bei ihrem Aufenthalt und dem Leben in Deutschland nicht jeder Schritt abgenommen werden. "Hilfe zur Selbsthilfe" nennt Monika Buse, zuständige Fachbereichsleiterin im Pasewalker Landratsamt, das Projekt. Sie macht die Situation der Ausländer im Uecker-Randow-Kreis an einem Beispiel deutlich: "Wir merken im Urlaub auch wie schwierig es ist sich im Ausland zurecht zu finden". Die Beratungsstelle soll beispielsweise helfen, sich mit den Geflogenheiten in Deutschland vertraut zu machen, die vielen kleinen Probleme der ausländischen Mitbürger, die in Uecker-Randow meist aus Ländern außerhalb Europas kommen, anzupacken. "Dabei können hier Lösungswege vorgeschlagen werden, gehen müssen die Betroffenen den Weg dann allein", zeigt Monika Buse auf. Sie verschweigt nicht, dass es ihrer Ansicht nach auch Probleme geben wird. "Das ist mühevolle Kleinarbeit", weiß sie.
Wohnungen angemietet
Noch etwas soll neu sein im Kreis. Es werden neue Wege bei der Unterbringung der Asylbewerber und Migranten gegangen. Auch wenn das Land Gemeinschaftsunterkünfte favorisiert, in Uecker-Randow soll der Versuch unternommen werden Ausländer in einzelnen Wohnungen unterzubringen. In Pasewalk beispielsweise wurden bei der Wohnungsbaugesellschaft (Woba) bereits erste Quartiere angemietet. "Doch Leben in einer Wohnung heißt nicht, dass damit ein ständiges Bleiberecht verbunden ist", erklärt Monika Buse. Aber die Integration in ein Wohngebiet erleichtere das Eingewöhnen in Deutschland. Trotz dieses neuen Vorhabens gebe der Landkreis seine Asylbewerberheime in Bellin und Pasewalk aber nicht auf. Alle am Projekt Beteiligten wünschen sich, dass durch die Tätigkeit der Beratungsstelle auch die Arbeit des Ausländerbeirates einen Aufschwung erhält. Bisher ist aus dem Bereich Pasewalk nur Günter Gutschmidt dabei. Arbeitsamtschef Fred Klingebiel hofft, dass aus den beiden Stellen einmal Dauerarbeitsplätze werden.
Nordkurier-Pasewalk
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