Presse-Schau

worüber wird in den Medien geschrieben?

zurück zu den News

18.07.2003
Übergreifende Zusammenarbeit Mangelware - Wenig gemeinsame Aktionen der ostvorpommerschen Parteien gegen rechte Aufmärsche

Ostvorpommern (ure). Mit parteienübergreifender Zusammenarbeit bei Aktionen gegen die angekündigten rechten Aufmärsche in der Region scheint es nicht weit her zu sein: So entschuldigte sich CDU-Kreisvorsitzende Regine Heppner-Bein auf eine entsprechende Nachfrage erst mit einem Termin, den sie wahrnehmen müsse, versprach dann einen Rückruf und ließ schließlich an Schatzmeister Joachim Saupe verweisen. Der wiederum sprach davon, dass sich "einzelne Mitglieder wohl einbringen werden". Organisiert werde aber nichts.

Wie berichtet, sind sowohl in Wolgast als auch in Peenemünde Demonstrationen ultrarechter Kreise angemeldet, die sich gegen die ab 25. Juli zu sehende Wehrmachtsausstellung in Peenemünde wenden.

In Wolgast, Karlshagen und Peenemünde sollen mit Volksfesten Zeichen gegen die Rechtsradikalen gesetzt werden. Hinzu kommen andere Veranstaltungen, beispielsweise ein vom Tourismusverband Insel Usedom organisiertes Konzert mit Hannes Wader in Zinnowitz.

Während die Sozialdemokraten bei den Volksfesten unter anderem Politprominenz wie Justizminister Erwin Sellering und Tilo Braune, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, angekündigt hat, beteiligt sich die PDS in Wolgast auch finanziell am geplanten Fest der Kulturen, sagte der Kreis-Vize-Vorsitzende Lars Bergemann. Parteienwerbung für die PDS werde es dabei aber nicht geben, betonte er. Die FDP schließlich, die in Ostvorpommern nicht gerade zu den zahlenmäßig stärksten Parteien zählt, räumte ein, dass "wir ein kreisweites Engagement auch wegen der Urlaubszeit nicht gebacken kriegen", so Vorsitzender Bernd Lange. Persönliches Engagement versprach indes der Peenemünder Liberale und Leiter des dortigen Schullandheimes Frank Adam. "Auf Garantie werde ich an der Eröffnung teilnehmen und Kinder und Jugendliche sensibilisieren. Auch will ich Gäste - beispielsweise Senioren - einladen, die die Zeit noch miterlebt haben". Und bei Diskussionen wolle er dem liberalen Charakter entsprechend, darauf hinweisen, dass seitens der Rechten mit der Geschichte Schindluder getrieben werde.

Nordkurier-Anklam

diskutieren? auf ins Forum!