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Asylbewerber-Zahl deutlich gestiegen
Umzug. In der Viertorestadt leben 283 ausländische Flüchtlinge. 45 davon sind über Neustrelitz gekommen.
22.07.2010
Neubrandenburg (rw). Mehr Asylbewerber als sonst üblich hat die Viertorestadt in diesem Jahr aufgenommen. Zu den 70 Personen, die seit Jahresbeginn zugewiesen wurden, kamen in den vergangenen Wochen weitere 45 dazu. Die Zuweisung war vom Landesamt für innere Verwaltung Mecklenburg-Vorpommern Anfang Juni angekündigt worden und begründet sich in einer Schließung einer Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Mecklenburg-Strelitz, wie der Oberbürgermeister mitteilte.
Das Gebäude in der Altstrelitzer Hittenkoferstraße, das bislang ein Asylbewerberheim beherbergt, wird zum Monatsende aufgelöst. Da die Auslastung zurückgegangen ist, hatte sich das Innenministerium aus wirtschaftlichen Gründen für die Schließung dieses Neustrelitzer Heims entschieden (der Nordkurier berichtete). Die letzten Familien waren umgezogen, nachdem die Kinder in Neustrelitz das Schuljahr beenden konnten. In Neubrandenburg leben damit gegenwärtig 283 Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, wie es in der Amtssprache heißt.
Die meisten von ihnen wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und andere ausländische Flüchtlinge im Markscheiderweg (Oststadt), doch etwa ein Drittel hat nach Auskunft der Stadtverwaltung Wohnraum im Stadtgebiet.
Die meisten Asylbewerber sind Einzelpersonen, doch es leben auch Familien in Neubrandenburg mit jetzt insgesamt über 40 Kindern. Die Herkunftsländer der Asylbewerber sind überwiegend Irak, Afghanistan, die Russische Föderation, Armenien, Iran und die Türkei.
Nordkurier-Neubrandenburg
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