|
::Features::
::Suche::
|
|
Kinderfest in NPD-Festung
Nachdem die Stadt Anklam der NPD verbot, in der ostvorpommerschen Hansestadt ein Kinderfest durchzuführen, zogen die Neonazis am vergangenen Wochenende in das nur wenige Kilometer von Anklam entfernte Ueckermünde um. Jetzt folgt in Grevesmühlen das nächste NPD-Kinderfest. Kurioserweise scheint die rechtsextreme Partei dennoch zu versuchen, Gäste von einem Besuch abzubringen.
21.07.2010
Verfasst von Oliver Cruzcampo
Beworben werden die Kinderfeste alle mit ähnlichen Attraktionen, die kurz und knapp hintereinander aufgelistet sind. Mit dabei ist wie immer eine Hüpfburg, Bastelstraße, Kaffee und Kuchen. Stolz kündigt man an, dass natürlich "wie immer ALLES kostenlos" sei.
Dennoch: Die Ankündigung wirkt weder überzeugend noch sehr einladend. Zudem setzt man diesmal gezielt auf Verwirrung: Stattfinden soll das Fest gleichzeitig am kommenden Sonntag und am 24. Juli, was nur schwer möglich sein wird.
Zudem will man den NPD-Nachwuchs offenbar frühzeitig an hohe Wände und Freiheitsentzug gewöhnen. Das Fest findet in der NPD-Bastion, auf dem Gelände des Thinghauses, im Grünen Weg 5a, statt. Das Grundstück gleicht einer Festung, ein meterhoher Holzzaun macht es unmöglich, es einzusehen. Befragt, ob dieser Zaun nur aus ästhetischen Gründen oder auch zum eigenen Schutz erbaut wurde, antwortet der Eigentümer Krüger: "Wir selbst finden ihn ganz gut als Sichtschutz. Ich denke, da kann sich jeder sein eigenes Bild 'zu machen." Zudem gibt es eine Art Aussichts- und Wachturm, von dem aus abgestellte "Wachmannschaften" die Lage außerhalb des Geländes sondieren sollen. Ob dieser Ort ideal ist, um ein Kinderfest durchzuführen, bleibt mehr als fraglich.
Im dortigen "Thing-Haus" eröffnete die rechtsextreme Partei Anfang April auch ein weiteres Bürgerbüro, in dem die Landtagsabgeordneten Udo Pastörs und Stefan Köster Bürgern die Möglichkeit bieten, mit "Problemen und Anregungen" an sie heranzutreten. Auch hier scheint die Verwirrungstaktik der NPD aufzugehen. Die beiden Landtagsabgeordneten sind freitags jeweils von 14-18 Uhr in Grevesmühlen anzutreffen, gleichzeitig jedoch auch bis 15 Uhr in ihren Bürgerbüros in Lübtheen.
endstation rechts
|
|
|
::Action::
Kudde und die Kudders + Vietsmorgen
Konzert
11.02., Tikozigalpa Wismar
Das Gutscheinsystem als Repressionsmittel gegen Flüchtlinge
Infoveranstaltung
23.02., Peter-Weiss-Haus Rostock
alle Termine
alle Presseartikel
::Presse::
10.02.2012 [SVZ]
Rechtsextreme hetzen Ex-Kameraden / Rechte Internetseite stellt Ex-Kameraden an den Pranger
10.02.2012 [NK]
Die Spur der Steine kommt im April nach Neustrelitz / Zehn Erinnerungsträger, die von der Grausamkeit des Nationalsozialismus zeugen, sollen aufgestellt werden.
09.02.2012 [OZ]
Syrer droht Abschiebung aus MV / Ludwigslust Ein syrischer Top-Ingenieur soll abgeschoben werden, obwohl ihn ein Konzern einstellen will.
09.02.2012 [NK]
Kommunalpolitiker auf Suche nach dem richtigen Maß / Stadtvertreter diskutieren den Umgang mit NPD-Wahlplakaten
07.02.2012 [OZ]
Polizei verhindert Nazi-Rock im Schweinestall / Zwei Funktionäre der NPD hätten das Gebäude zwischen Viereck und Pasewalk gemietet
06.02.2012 [NK]
SPD-Ratsherr startet Initiative gegen "Fight Night" / Rüdiger Bretschneider will Gewaltverherrlichung und Extremismus künftig keinen öffentlichen Raum mehr in der Stadt bieten. Deshalb möchte er auch die "Fight Night" verbieten lassen.
04.02.2012 [NK]
TSV schafft Regeln gegen rechte Sportler / Der älteste Sportverein Deutschlands aus Friedland hat sich mit einer geänderten Satzung ganz klar gegen Rechtsextremisten in den eigenen Reihen ausgesprochen.
04.02.2012 [OZ]
Suche nach dem Motiv blieb ergebnislos / Prozess gegen den Vize-Bürgermeister wegen "Heil-Hitler"-Ruf endet mit Freispruch.
alle Presseartikel
|