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10.08.2002
Schill-Partei möchte im Kreis Fuß fassen - Landtagskandidat stellt Programm vor


Waren (chl). Die erst vor knapp vier Wochen im Land gegründete Partei der Rechsstaatlichen Offensive - besser als Schill-Partei bekannt - will jetzt auch in Waren Fuß fassen. Und nicht nur das: Zur anstehenden Landtagswahl am 22. September geht bereits ein Direktkandidat der hier noch neuen Vereinigung an den Start. Der Warener Dachdeckermeister Ernst-Martin Schmidt ist aufgestellt worden und will um die Wählergunst werben. Dazu traf er sich gemeinsam mit dem Bundestagsdirektkandidaten Michael Kuhfeld sowie dem Spitzenkandidaten der Landesliste zum Bundestag, Wolfgang Urban, zu einer Vorstellungsrunde im Warener Lokal "U-Nautic". Etwa zwei Hand voll Interessierter folgten der Einladung.

Schmidt erklärte, dass er sich seit 1990 nicht mehr aktiv politisch beteiligt habe. Davor, so berichtete er offen, war der Kandidat der Schill-Partei 30 Jahre lang Mitglied der SED gewesen. Damals arbeitete er auch in der Kreisleitung mit. Jetzt wolle er wieder mithelfen, etwas zu ändern.

Er habe, so erzählt er gegenüber dem Nordkurier, bei der Sammlung seiner Unterstützer-Unterschriften viel Politikverdrossenheit gespürt. Die Leute würden einen Wandel wollen und hätten den Wunsch, dass etwas passiert. "Die Partei und ich wollen andere Wege beschreiten", meinte er zu seinem Politikverständnis. Sein Parteikollege Kuhfeld, der sich um ein Bundestagsmandat bewirbt, sieht die Kompetenz der Schill-Partei darin, dass man kein zentrales Wahlkampfthema habe. "Wir wollen an den Problemen arbeiten", umschrieb er die Politik seiner Partei, die diese bei erfolgreicher Wahl umsetzen möchte. Die Politiker der Schill-Partei kündigten weitere Wahlveranstaltungen im Müritzkreis an.

Nordkurier-Waren

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