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"Erneut Neonazi-Schmierereien in Rostock"

In der Nacht zum Donnerstag haben unbekannte Täter Neonazi-Parolen in der Rostocker Innenstadt gesprüht. Die Antifaschistische Gruppe A3 warnt vor verstärkten rechten Aktivitäten.

25.04.2008

Eine Pressemitteilung der Antifa A3 Rostock von heute.

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Schmiererei am Neuen Markt, 600x800, 312 KB
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In der Rungestraße, 800x600, 312 KB
Plakat
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Auf einer Parole am Neuen Markt wird die alliierte Bombardierung Rostocks Ende April 1942 als "Bombenholocaust" bezeichnet. In typischer Sprache der Neonazi-Szene wird damit nicht nur der im Ausmaß seiner Barbarei einzigartige Massenmord an sechs Millionen Juden relativiert. Gleichzeitig wird die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg auf Leiden der deutschen Bevölkerung beschränkt, während Angriffe und Terror der Nazis als eigentliche Ursachen ausgeblendet werden. "Alliierter Massenmord" war auf einem nahestehenden rechten Plakat zu lesen. Auf einer weiteren Schmiererei in der Rungestraße wird "Nationaler Sozialismus jetzt" gefordert.

"Mit jeder ihrer Taten beweisen Neonazis ihre Unfähigkeit zur Menschlichkeit", so Caroline Jürgens, Pressesprecherin der Antifaschistischen Gruppe A3, mit. "Einseitig und damit scheinheilig kritisieren sie die alliierte Kriegsführung, während sie gleichzeitig den historischen Nationalsozialismus zurücksehnen. Dass sie damit Verfolgung, Vertreibung und Mord an politischen Gegnern und unliebsamen Teilen der Bevölkerung herbeiwünschen, ist offensichtlich."

Bereits in den vergangenen Jahren hatten Neonazis den Jahrestag der Bombardierung Rostocks zum Anlass für ihre Propaganda genommen und etwa 2004 eine Demonstration mit 180 Teilnehmer/innen veranstaltet. Auch am kommenden Wochenende hält die Antifaschistische Gruppe A3 deshalb rechte Veranstaltungen für möglich. Zugleich weist sie auf verstärkte Neonazi-Aktivitäten in Rostock hin. Erst kürzlich wurde die Gedenkstele auf dem Jüdischen Friedhof mit rechter Symbolik beschmiert; immer wieder kommt es zu rechten Übergriffen, besonders aus dem Umfeld des Nazi-Ladens in der Doberaner Straße; vermehrt sind rechte Aufkleber im Stadtbild zu finden.

"In Rostock werden glücklicherweise viele Wege gegangen, gegen rechte Propaganda und Neonazis aktiv zu werden", teilt Tobias Albrecht, Pressesprecher der Antifa A3, abschließend mit. "Auch weiterhin sind vielfältige Mitteln nötig, damit nicht nur rechte Propaganda erfolglos bleibt, sondern auch den Rechten jede Lust zur Aktivität genommen wird."

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